Finaler Tag für Die Finals – Berlin 2022: Am Sonntag geht es in der Sportmetropole Berlin nochmals an sieben Wettkampfstätten rund. Zwölf der 14 Sportarten ermitteln ihre Meisterinnen und Meister – und freuen sich auf stimmungsvolle Wettkämpfe in der Hauptstadt.

Berlin, 26. Juni. Die Leichtathletik setzt im Olympiastadion (Beginn 10 Uhr) ihre Titelkämpfe fort. Hier richten sich die Augen vor allem auf Malaika Mihambo, die Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Europameisterin im Weitsprung. Die sechsmalige deutsche Meisterin von der LG Kurpfalu ist mit 7,09 Meter natürlich auch die Jahresbeste und damit die große Favoritin. Herausforderin dürfte vor allem Olympia-Teilnehmerin Maryse Luzolo (Königsteiner LV) sein, die sich jüngst auf 6,71 Metern steigern konnte.

Im Triathlon (ab 10.10 Uhr) springt die Elite der Männer zunächst in den Wannsee für die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen). Neben Titelverteidiger Tim Hellwig ist auch Lasse Priester (beide HYLO Team Saar) der dieses Jahr schon einige gute Rennen zeigte, Lasse Lührs, der mit Rang drei beim WTCS-Rennen in Leeds überraschte oder Olympia-Teilnehmer Jonas Schomburg (beide TV Buschhütten) einiges zuzutrauen. Zielankunft auf dem Olympischen Platz ist gegen 11.20 Uhr. Achtung: Im Rahmen des Triathlons kommt es zwischen 7.00 und 12.00 Uhr zu Straßensperrungen zwischen dem Strandbad Wannsee und dem Olympischen Platz. Den genauen Streckenplan finden Sie hier

Im Gerätturnen (Max-Schmeling-Halle, ab 13.30 Uhr) stehen die Entscheidungen im Sprung, Barren und Reck bei den Männern sowie am Schwebebalken und Boden für die Frauen auf dem Programm. Am „Zitterbalken“ dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf Pauline Schäfer-Betz vom KTV Chemnitz freuen. Die 25-Jährige hatte im Mehrkampf auf zwei Geräte verzichtet, sich aber sicher als Vorkampfbeste an ihrem Spezialgerät für das Finale qualifiziert. Ihre Top-Form hatte Schäfer-Betz bereits in der Vorwoche mit dem Sieg am Schwebebalken beim World Challenge Cup in Kroatien gezeigt. Bereits ab 10 Uhr beginnen an gleicher Stelle die Gerätefinale Gruppe in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Rudern (ab 9.45 Uhr) und Kanu-Rennsport (ab 13.20 Uhr) teilen sich wieder die Regattastrecke an der City-Spree. Bei den Kanuten schaut Lisa Jahn besonders gern auf die C1-Wettbewerbe, sind diese doch für die Berlinerin ein Heimspiel: „Mein sportliches Ziel ist definitiv, wie zur Premierenveranstaltung 2019, zu gewinnen. Berlin ist mein Geburtsort, meine Heimatstadt, mein Wahlort und demnach für immer ein Teil von mir“, sagte Lisa Jahn. Die Männer fahren am Sonntag das K1.

In der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) steht die vierte Final-Session (ab 17.08 Uhr) im Schwimmen im Programm. Nach dem Ende der Beckenwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften in Budapest am Samstag werden noch der eine andere Top-Athlet*in in Berlin erwartet. Lucas Matzerath belegte in Ungarn den sechsten Platz über 100 Meter Brust. „Ich denke, der sechste Platz bei einer Weltmeisterschaft kann sich sehen lassen“, sagte der 22-Jährige. Direkt aus Ungarn kommend, startet Matzerath am Sonntag in Berlin über die 50 Meter und danach mit der Mixed-Staffel der SG Frankfurt. „Ich bin froh, noch mal auf nationaler Ebene performen und meinen Titel über 50 Meter verteidigen zu können“, sagte er.

Im 3×3-Basketball beginnen ab 10 Uhr am Neptunbrunnen die Halbfinale-Spiele der Männer, um 11.40 Uhr ist das Endspiel angesetzt. An der gleichen Location läuft das Radsport Trial (ab 11 Uhr). Die letzte Entscheidung im Hindernis-Parcours fällt in der Elite Männer 26 Zoll. Im Bogensport sind ab 11.40 Uhr gleich sechs Entscheidungen in Folge in der Arena auf dem Olympischen Platz. Im Modernen Fünfkampf starten die Männer um 15.45 Uhr zum entscheidenden Laser-Run (Laufen und Schießen) mit dem Ziel auf dem Olympischen Platz.  Beim Fechten geht es im historischen Kuppelsaal im Olympiapark (Beginn 8.30 Uhr) in die Entscheidungen mit dem Säbel (Damen) und Degen (Herren).