Am Samstag, dem dritten Wettkampftag der Finals Berlin 2022, suchen die Leichtathletinnen und Leichtathleten im Berliner Olympiastadion etliche Deutsche Meisterinnen und Meister. Um 16.00 Uhr beginnt beispielsweise das Finale im Diskuswerfern.  Kristin Pudenz vom SC Potsdam, will ihren Titel erfolgreich verteidigen. Wir haben Kristin Pudenz zum Interview gebeten. Fünf Fragen – fünf Antworten:

Mit welchem speziellen Ziel tritt die jahresbeste Diskuswerferin bei den Finals im Berliner Olympiastadion in den Ring?

Kristin Pudenz: „Seit 2019 bin ich Deutsche Meisterin und das möchte ich auch bleiben. Außerdem ist das Berliner Olympiastadion ein schöner Ort, um Wettkämpfe auszutragen. Darauf freue ich mich sehr, insbesondere – wie schon 2019 – die ganz besondere Atmosphäre genießen zu können.“

Bei deiner persönlichen Bestleistung kürzlich in Schönebeck hast du an der 67-Meter-Marke gekratzt. Dennoch warst du nicht ganz zufrieden. Woran hat das gelegen?

Kristin Pudenz: „Mein Bestleistungswurf auf 66,94 Meter hat sich technisch noch nicht so ganz rund angefühlt. Ich weiß, dass ich es noch besser kann. Wenn die Bedingungen stimmen, könnte das schon noch weiter gehen. Die 67-Meter-Marke zu knacken, habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Vielleicht kann ich ja bei den Finals eine ganz besondere Bestmarke setzen.“

Apropos Finals – es sind die Deutschen Meisterschaften und da gibt es mit Shanice Craft (SV Halle), Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Claudine Vita (SC Neubrandenburg) eine wirklich gesunde Konkurrenz. Wie siehst du das?

Kristin Pudenz: „Alle drei haben wie ich bereits die Norm für WM (63,50 m) und EM (60,50 m) erfüllt. Somit hat niemand von uns Druck. Alle drei sind auch immer für eine Überraschung gut. Deshalb bleibt die Verteilung der Medaillen offen. Das macht den Wettbewerb auf jeden Fall spannend.“

Drei Titelwettkämpfe innerhalb von drei Monaten: Die Deutschen Meisterschaften in Berlin, die Weltmeisterschaften in den USA und die Europameisterschaften in München. Gibt es vielleicht aus deiner Sicht einen Lieblingstitel, den du dir unbedingt wünschst?

Kristin Pudenz: „Ganz klar steht die Titelverteidigung in Berlin für mich im Fokus. Bei der WM in den USA bin ich einfach nur gespannt, wie es läuft. Gerne würde ich eine Medaille mit nach Hause bringen, doch die Konkurrenz weltweit schläft nicht. Bei der Heim-EM in München gilt es Sandra Perković (CRO) zu schlagen, wenn alles stimmt und zusammen passt, wäre ein EM-Titelgewinn ideal für mich.“

Bekanntlich muss ja stets auch die Fanbase stimmen. Werden deine Familie, Freunde und Bekannten hier in der Hauptstadt vertreten sein?

Kristin Pudenz: „Selbstverständlich werden meine Eltern, mein Bruder und ganz viele Freunde ins Olympiastadion kommen. Das ist großartig, wenn sie sich mit mir freuen und vielleicht sogar am Ende mit mir feiern können.“

Karten für die Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik gibt es hier.