Kanu-Rennfahrerin Katharina Köther und Taekwondo-Kämpferin Laura Goebel erkrankten beide an Corona. Für beide sind die „Finals 2021 – Berlin I Rhein-Ruhr“ (3. bis 6. Juni) Rückkehr in die Normalität und in den Alltag als Leistungssportlerin. Gleichzeitig sind die Wettbewerbe für beide ein Saisonhöhepunkt.

Gleich doppelt betroffen von der Covid-19-Pandemie war Katharina Köther von der KG Essen. Im Frühjahr 2020 sorgte die sich ausbreitende Virus-Erkrankung zunächst für die Verschiebung des Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr. Im Januar 2021 erkrankte die U23-Weltmeisterin 2015 im K4 an Corona und musste ihre Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme in Japan vorzeitig und endgültig abschreiben. „Mich hat die Verschiebung der Spiele um meinen Traum gebracht und die Erkrankung aus der Bahn geworfen“, schaut die 25-Jährige aber ohne Groll auf die Zeit zurück.

2020 war Köther, die neben dem Sport Wirtschaftsrecht studiert, „fit wie nie“. Nach der Corona-Infektion hatte die Kanu-Sportlerin lange Probleme mit einem erhöhten Puls. Inzwischen ist die Corona-Erkrankung nahezu vollständig überwunden, Köther sitzt wieder im Kanu, schaffte es sogar auf die „Long List“ des Deutschen Kanu Verbandes (DKV) für Tokio 2021. Und sie hat sich neue Ziele gesetzt. Der neue Traum heißt: Olympische Spiele 2024 in Paris.

Die deutschen Kanu-Meisterschaften im Rahmen der „Finals 2021 – Berlin I Rhein-Ruhr“ auf der Regattabahn im Sportpark Duisburg werden für Katharina Köther der Saisonhöhepunkt. „Ich hoffe, dass ich die Großen ein bisschen ärgern kann – und eine Medaille würde ich natürlich auch gern gewinnen“, sagt sie. Zwar trainiert sie als Essenerin nicht übermäßig oft auf der Wedau in Duisburg, dennoch „kann ich mir vorstellen, dass es einen Heimvorteil gibt. Ich fühle mit hier zuhause, bin ein echtes Ruhrpott-Mädchen“, sagt Katharina Köther vor den „Finals 2021 – Berlin I Rhein-Ruhr“, die für sie einen Schlusspunkt unter Corona setzen sollen.

Taekwondo-Kämpferin Laura Goebel freut sich ebenfalls auf die „Finals 2021 – Berlin I Rhein-Ruhr. Ihre Wettkämpfe werden in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ausgetragen. „Es ist toll, dass wir dieses Turnier haben und Taekwondo so in den Fokus gestellt wird. Seit Corona sind in Deutschland fast alle Wettbewerbe ausgefallen. Für mich ist es zudem fast um die Ecke“, sagt die 18-Jährige, die in Schwerte lebt und für TKD Center Iserlohn in der Gewichtsklasse bis 57 kg startet. „Da kann ich in meinem eigenen Bett schlafen – das ist schon ein bisschen Heimvorteil“, so Goebel.

Auch Goebel hat wie Köther eine Corona-Erkrankung hinter sich. „Mich hat es Mitte Februar auf einer Wettkampfreise in der Türkei erwischt – ich bin da dann länger hängen geblieben als gewollt, musste in Quarantäne“, berichtet die Schülerin, die im kommenden Jahr ihr Abitur ablegen will. Die Corona-Erkrankung verlief jedoch mild, hatte kaum Auswirkungen. Schon im April kehrte Goebel auf die Matte zurück, belegte bei den Europameisterschaften in Plovdiv Bulgarien bei ihrem ersten Start in der Elite-Klasse einen guten neunten Platz. „Die meisten Gegnerinnen sind älter und haben mehr Erfahrung – da muss ich mich erstmal reinfinden“, sagt Goebel, die in Deutschland aber bei den „Finals 2021 – Berlin Rhein I Ruhr“ ihren Status untermauern will: „Alles andere als die Goldmedaille wäre eine Enttäuschung“, so die Junioren-WM-Dritte von 2018, die sich wie Katharina Köther in drei Jahren für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifizieren möchte – und das möglichst ohne diese ganzen Corona-Wirren im Umfeld.