Ende Juni darf sich Berlin wieder freuen, das national größte Sportevent in Deutschland ausrichten zu dürfen. Die Finals kehren zwischen dem 23. und 26. Juni in der Bundeshauptstadt zurück. In der dritten Auflage ist der Deutsche Kanu-Verband gleich mit vier Sportarten dabei.

Die 2019er Finals in Berlin waren sicherlich das große Sport-Highlight des Jahres. Noch bevor es mit Corona losging, strömten Tausende Menschen zu den zehn verschiedenen Sportarten, bei denen über 3.000 Athleten antraten. Millionen saßen vor den Fernsehern und sahen mitreißende Kanu-Wettbewerbe. Vor drei Jahren wurde an der East Side Gallery Sport-Geschichte geschrieben, denn hier fanden die Paddel-Wettbewerbe vor einem noch nie dagewesenen Publikum statt. 

„So soll es auch wieder in diesem Jahr werden“, wünscht sich der Orga-Chef des DKV Dr. Malte Drescher. „Wir haben ein tolles Event auf die Beine gestellt, zu dem es eine sagenhafte Resonanz gab. Auch die Finals von Duisburg waren großartig, aber leider während Corona eben ohne Publikum. In diesem Jahr wird hoffentlich alles wieder so schön wie 2019.“

Für dieses Ziel hat der Deutsche Kanu-Verband zahlreiche Hausaufgaben gemacht. Zur dritten Auflage der Finals wurde Parakanu neu ins Programm aufgenommen. Zudem wurden neue Formate, um die Wettkämpfe noch spannender zu machen, für Kanu-Polo und Stand-Up-Paddling geschaffen. 

Im Kanu-Rennsport werden wieder die Head-to-Head-Rennen stattfinden. „An diesem Format haben wir nichts geändert. Es ist unglaublich telegen und spannungsreich für die Zuschauer“, weiß Drescher. „Die Parakanuten werden hingegen Verfolgungsrennen durchführen. Dieses Format haben wir bereits getestet und wollen es nun dem großen Publikum zeigen. Im Polo finden Wettkämpfe als sogenannte Speed-Polo-Variante statt. Hier spielen Vier-gegen-Vier. Die Angriffszeiten wurden beim Speed-Polo auf 30 Sekunden verkürzt. Auch im SUP gibt es Neuerungen. Wir führen hier wieder Head-to-Head-Rennen auf einem Parcours um mehrere Bojen durch. Jeder hat seine eigene Bahn, dadurch steht der Sieger nicht schon an der ersten Boje fest.“

Die Euphorie bei der Stadt Berlin, bei den Organisatoren und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist auch im Vorfeld riesig. In diesem Jahr werden insgesamt 14 Sportarten an vier Wettkampftagen von ARD und ZDF übertragen. Die Oberbaumbrücke wird fest im Blickfeld aller Wassersportler sein. So wird ab 2022 nicht nur gepaddelt, sondern auch die Ruderer sind Teil des größten, nationalen Sportfestes in Deutschland. 

Beide Sportarten teilen sich eine gemeinsame Ziellinie auf der Spree – natürlich zu unterschiedlichen Zeiten! Während die Paddler in westlicher Richtung unterwegs sind, werden die Ruderer Nahe der bekannten Spreebrücke starten und in östlicher Richtung fahren. Das Kanu-Polo Feld wird Nahe der Ziellinie aufgebaut, sodass die Zuschauer vom nahe gelegenen Ufer einen optimalen Blickwinkel haben. 

„Wir werden es auch in diesem Jahr schaffen, zu den Menschen in die Stadt zu kommen und ihnen die schönste Sportart direkt zeigen zu können“, schwärmt Drescher. „Meiner Meinung nach ist dieses Konzept das beste um neue Mitglieder für unsere Vereine zu gewinnen und unseren Sport nachhaltig zu machen.“